Sabine Göttel  
 
 
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  Die Bergprinzessin oder: Langsam wird es heller  
  Hotelsoap mit Musik

Von Sabine Göttel

"Die Bergprinzessin" ist ein Stück über Fans und Stars der Volksmusik. Der volkstümliche Schlager hat - so neueste Studien - die jüngste Krise der Musikindustrie fast unbeschadet überstanden. Was treibt Menschen - nicht nur jenseits der 50 - bis heute an, Stars der Volksmusik zu einem wichtigen Teil ihres Lebens zu machen, sie auf Konzerttourneen zu begleiten und ihnen Liebesbriefe zu schreiben? Sie mit Gefühlen zu bestürmen, die realer scheinen als diejenigen zu Ehepartnern, Kindern und Freunden? „Gerade heute wollen die Leute in die Musik flüchten, abschalten vom Alltag, a bisserl träumen“, weiß Norbert Rier, Sänger der erfolgreichen südtiroler Volksmusik-Formation Kastelruther Spatzen. "Die Bergprinzessin" ist somit auch ein Stück über Wünsche und Träume und die Suche nach dem persönlichen Glück.
    "Die Bergprinzessin" ist keine Sozialstudie. Theatralische Fahrt nimmt das Stück auf, weil es bewusst mit den Ingredienzien der Boulevardkomödie spielt: Liebesglück und -leid, Eifersucht, Missverständnisse, enttäuschte Erwartungen, heimliche Leidenschaften und vermasselte Geschäfte. Das Schicksal des mit Liebe unterversorgten Ehepaars Anni und Herbert wird als Hauptstrang flankiert von den episodisch auftauchenden Parallelgeschichten des uneinigen Geschwisterpaars Martina und Oliver sowie des Arbeits- und Abhängigkeitsverhältnisses zwischen Sängerin und Manager. Nicht zuletzt spielen eine Reinigungskraft und ihre putzmuntere Tochter eine gar nicht so randständige Rolle im Paarreigen. - Weil gegen die Heimat in der Seele kein Kraut gewachsen ist, versteht es sich von selbst, dass der scharfe, nicht selten satirische Blick auf die Protagonisten rundum von Verständnis, ja, von großer Zuneigung für dieselben getrübt ist.

Uraufführung In Verhandlung



 
     
     
     
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